Vereinschronik TTC Straubing

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1954 - 1956

Nach dem sportlichen Höhenflug 1953/54 kam das Tief der Saison 1954/55. Toni Rohrmeier wechselte beruflich und sportlich nach München, die Mannschaft war geschwächt. In der Rückrunde nahm man den jugendlichen Dietmar Schmidt in die Mannschaft, nachdem er riesengroße Fortschritte im Tischtennis erzielt hatte. Aber auch mit ihm konnte die Mannschaft den Klassenerhalt nicht schaffen und musste in die Landesliga absteigen.

Schmidt bewies seine Fortschritte bei den Jugendturnieren. Er wurde in einer Saison 1.Niederbayerischer, 2. Südbayerischer, 1. Bayerischer und 3. Deutscher Jugendmeister im Einzel und immer noch ging seine Leistungskurve nach oben. Die Jugendleitung hatte zu jener Zeit Walter Biermeier inne und der führte die Mannschaft zur Niederbayerischen Meisterschaft. Bei einem Jugendvergleichskampf der niederbayerischen Vereine in Deggendorf spielten die Jungen des TTC in der Aufstellung: Dietmar Schmidt, Hans Zink, Alois Rohrmeier, Gerhard Schütz , Rudi Raith, Viktor Sailer. Der TTC Nachwuchs wurde überlegen Turniersieger und damit inoffizieller Jugendmeister vor Passau und Plattling.

Chronik 1954-55


In der Saison 1955/56 (1. Vorsitzender war zwischenzeitlich der Cafetier Carl Ebenbeck) spielte der TTC Straubing in der Landesliga, mit der Mannschaft Schmidt, Wanninger, Haala, Böhm, Teschner und Miethaner, da Krämer, beruflich bedingt, auch nach München gewechselt hatte.

Die Mannschaft wurde überlegen Meister dieser Klasse und setzte sich bei den Aufstiegsspielen in Schwandorf auch gegen die nordbayerischen Vertreter FC Bayreuth (9:5) und TTC Burgkunstadt (9:7) durch. Nach einjähriger Abwesenheit war der TTC Straubing wieder in Bayerns Oberhaus. Die 2. Mannschaft wurde im gleichen Jahr Bezirksmeister (heute Kreisliga).

Zu den Höhepunkten der Saison zählte der 4. Platz von Dietmar Schmidt bei den Bayerischen Tischtenniseinzelmeisterschaften. Für die Sensation sorgte Dietmar aber, als er bei den Deutschen Meisterschaften den dritten Platz erspielte. Ein bis dahin nicht da gewesener Einzelerfolg eines Spielers des TTC Straubing und aus Niederbayern. Es fand sich bis heute kein Spieler unseres Bezirks, der gleiches erreicht hat.

Chronik 1955-56 Chronik 1955-56 Chronik 1955-56

 


1956 - 1959

Die Saison 1956/57 zählte zu den turbulentesten des TTC Straubing. Die Oberligamannschaft musste neu formiert werden. Rohrmeier Toni war zum TTC zurückgekehrt, sein Bruder Alois hatte die Spielstärke erreicht, um als Jugendlicher in der 1. Mannschaft spielen zu können, Dietmar Schmidt war zwischenzeitlich Nationalspieler geworden und wurde in der Bundesrangliste auf Platz 8 geführt. Er stand im Zenit seiner Tischtenniskarriere. So ergab sich folgende Aufstellung: Schmidt, Rohrmeier T., Wanninger, Haala, Böhm und Rohrmeier A.

In der 2. Mannschaft standen: Kuch Helmut, Schütz Gerhard, Leininger Rudi, Werner Bauer, Lindmeier Fredl, Meiereder Rudi, sowie Miethaner Sepp und Fröschl Hans bereit, um auf Abruf Lücken zu füllen. Diese Ersatzspieler des Oberligateams wurden als TTC Reserve 1956 Kreisligameister und 1957 Bezirksligameister.

Das Oberligateam belegte am Saisonende einen Mittelplatz in der Tabelle und trotzdem ging das Spieljahr nicht ruhig zu Ende. Vor den letzten Punktespielen wechselte Dietmar Schmidt zum TSV München-Milbertshofen, ein Ereignis das mit der Schlagzeile “Üble Praktiken im bayerischen Tischtennis” durch die bundesdeutsche Presse ging. Zu allem Überfluss verließ, infolge von Unstimmigkeiten in der Mannschaft, auch Toni Rohrmeier den TTC in Richtung TT- Abteilung des TV Naturfreunde Straubing, die kurz zuvor gegründet worden war. So ging der TTC Straubing schweren Zeiten entgegen.

Chronik 1956-57 Chronik 1956-57


Für alle unfassbar, Carl Theo Salberg verunglückte am 14.9.1957 auf einer Geschäftsreise tödlich. Der Tischtennissport im allgemeinen und der TTC Straubing im besonderen hatten eine große Persönlichkeit verloren.

In der Talentschmiede des TTC Straubing war ein neues Talent herangewachsen und unterstrich damit die gute Nachwuchsarbeit des Vereins. Sein Name: Elk Berkenkamp. Für die Spielzeit 1957/58 stand folgende Mannschaft zur Verfügung: Wanninger, Rohrmeier Alois, Haala, Teschner, Böhm und Berkenkamp. Trotz aller ehrgeiziger Bemühungen, in der rauen Oberligaluft war dieses Team zu schwach und musste den Abstieg in die Landesliga antreten. In der örtlichen Presse hatte Pressewart Hans Fröschl folgende Schlagzeile gewählt: "Oberliga-Finale des TTC Straubing". Wie recht er mit dieser Aussage hatte, ahnte er seiner Zeit wohl selbst nicht.

Die Reserve behauptete sich im Spitzenfeld und die Damenmannschaft startete in der niederbayerischen Bezirksliga.

Chronik 1957-58 Chronik 1957-58


Elk Berkenkamp hatte seine Spielstärke durch den Einsatz in der Oberliga gesteigert und wurde 1958 Bayerischer Meister im Jungen-Einzel, vor dem späteren Nationalspieler Martin Neß (Augsburg). Bei den Deutschen Meisterschaften scheiterte Elk erst in der Vorschlussrunde und wurde in die Deutsche Jugendauswahl berufen. Er startete bei den internationalen Tischtennismeisterschaften von England für die Bundesrepublik.

Zwischenzeitlich registrierte man in der Stadt Straubing nun bereits drei Vereine, in denen Tischtennis gespielt wurde. Die DJK Straubing und die TV Naturfreunde bereicherten die Breitenarbeit des Tischtennissports, der Spitzensport litt aber darunter. Karl Hertlein erkannte dies frühzeitig und seiner Initiative ist es zu zuschreiben, dass am 1.7.1958 die Fusion der Tischtennisabteilung der Naturfreunde mit dem TTC erfolgte. Auf diesem Wege kehrten Toni Rohrmeier und Karl Krämer, der zwischenzeitlich ebenfalls Mitglied der Naturfreunde geworden war, zum TTC zurück. Heinrich Schönemann (Organisator der TT Naturfreunde) wurde 1. Vorsitzender des TTC Straubing , Erwin Böhm sein “Vize”. Vereinslokal und Spiellokal war zu dieser Zeit die frühere Gaststätte “Germania” am Stettheimer Platz (die vor wenigen Jahren abgebrochen wurde).

Der Vorstandschaft gelang es durch ruhige und umsichtige Führung die Hektik aus dem Vereinsleben zu nehmen.

Die 1. Mannschaft spielte in der Landesliga mit Wanninger, Berkenkamp, Rohrmeier T., Rohrmeier A., Krämer und Böhm. Dieses spielstarke Team wurde Vizemeister der Landesliga. Die Reserve wurde niederbayerischer Mannschaftsmeister in dieser Saison, durfte aber nicht in die Landesliga aufsteigen , weil dort bereits die erste Garnitur vertreten war. Die Jugendmannschaft wurde niederbayerischer und 3. Südbayerischer Mannschaftsmeister, der Beweis einer guten Jugendarbeit im Verein.

Hans Fröschl, der nicht nur im Verein hervorragende Arbeit leistete, war auch seit 1949 Vorsitzender des Bezirkes Niederbayern im BTTV. Nach 10-jähriger Tätigkeit legte er dieses Amt nieder.

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