TTC Hengersberg - TTC Straubing 5:9

Am dritten Spieltag der noch jungen Saison mussten die Mannen vom TTC SR die Namensvettern vom TTC Hengersberg besuchen. Erwartet wurde ein Spiel auf hohem Niveau nach welchem die Liga um mindestens eine Verlustpunktfreie Mannschaft ärmer sein würde. Gleich vornweg, sämtliche konservativ 8:8 tippenden Straubinger Fans wurden angenehm überrascht und selbst mein optimistischer Tipp von 9:6 wurde um ein Spiel unterboten. Am Ende Stand es nach einem recht schnell geführten Spiel 9:5 für die Gäste aus Straubing.

 Nun zum Spiel an sich. Die Hengersberger Heimmannschaft lief im Vergleich zu ihrem Erfolg gegen Kirchberg mit einer Veränderung im Team auf. Namentlich fehlte Schmitt (Nr.4) der durch Seidl ersetzt werden musste. Dieses eher ungewollte nachahmen von Klinsmanns Rotationsprinzip bei den Bayern brachte jedoch ähnliche Ergebnisse wie auch dort und die Straubiger taten sich an diesem Abend etwas leichter. Der TTC SR spielte wie auch schon die ersten beiden Spiele mit Komplettbesetzung.

 Gestartet wurde, wie allgemein üblich, mit den drei Doppelpaarungen. Wiedermal präsentierten sich die Straubinger dabei deutlich besser als in der Vorsaison und konnten mit einer 2:1 Führung die Einzel anpacken. Przybilla/Lippe hatten kaum Probleme in ihren drei Sätzen gegen Schier/Hartmannsgruber und Wiechert/Kölbl taten es ihnen gegen Deinzer/Seidl gleich. Das Spiel des Hengersberger Spitzendoppels Smazik/Rezab gegen Katheder/Giesinger musste fast erwartungsgemäß mit 1:3 abgegeben werden wobei unsere Jungs hier eindeutig Chancen gehabt hätten jedoch in der Endphase von Satz drei Konzentrationsschwächen zeigten und trotz anfänglicher Führung den Satz abgaben.

 Im folgenden traf das jeweilige vordere Paarkreuz aufeinander. Hier rechnete Straubing nicht mit Punkten, Nico Wiechert und Andreas Katheder konnten deshalb zeigen was sie konnten. Vielleicht käme dann ein Überraschungserfolg dabei raus. Andreas startete zuerst gegen Libor Smazik. Diesmal spielte Ando im Vergleich zum Spiel gegen Böbrach von Anfang an defensiver und ließ den Gegner agieren. Smazik bekam deshalb von Anfang an den ganzen Schnitt in Andos Spiel ab, hatte jedoch bis auf leichte Probleme sein Angriffsspiel technisch korrekt durch zuspielen ansonsten wenig Mühe zu eröffnen. Auf Andos Seite hingegen häuften sich vor allem Anfangs die Fehler beim ersten Blockball. Am Ende fehlten immer zwei,drei Punkte um Smazik zum Satzende in Bedrängnis zu bringen und das Spiel ging deshalb mit 0:3 an die Heimmannschaft. Nicos Spiel gegen Miroslav Rezab verlief ähnlich schlecht aus Sicht der Gäste obwohl Nico hier in der Lage war einen Satz zu gewinnen und zumindest zwei weitere sehr eng zu machen. Wo Ando in seinem Spiel defensiver agierte, spielte Nico deutlich offensiver als zuletzt und versuchte öfters den Punkt zu machen bevor ihn der Gegner in die Defensive drücken konnte. Hier kommen parallelen zu seinen letzten Spielen in Hengersberg auf (damals noch gegen Schmitt und Hartmannsgruber) in denen er vor allem gegen Schmitt spielte als hätte er das Abwehren verlernt. Diesmal setzte er seinen Angriff jedoch etwas gemäßigter ein wobei auch offensichtlich war dass er allein mit Abwehrspiel das Spiel zwangsweise verlieren würde (Dazu war der Gegner diesmal zu stark).

 Damit befanden sich die Straubinger Gäste in der (erwarteten) Defensive. Es stand 2:3 aus unserer Sicht und es durften keine Punkte mehr abgegeben werden (es war allen bewusst dass in der Endphase noch 3 Punkte an Rezab, Smazik und deren Doppel abzugeben wären). Hier erwies sich die Straubinger Mannschaft im Vergleich zur Saison 07/08 als Nerven und vor allem Auswärtsstärker. Lukas Przybilla konnte gegen Bodo Schier in drei Sätzen gewinnen, wobei nur ein Satz spannend wurde. Zwar konnte Lukas nicht so viel Profit vom erzwungenen neuen Lange Noppen Belag von Schier schöpfen (zweiter Topsinn soll angeblich möglich sein), dazu war er zu langsam. Aber das Bewusstsein dass es prinzipiell möglich wäre ließen ihn etwas unbesorgter aufspielen. Uli Giesinger hatte auf dem Nachbartisch nur einen Satz länger gegen Franz Hartmannsgruber zu spielen wobei er diesen einen Satz nach Matchbällen in der Verlängerung abgeben musste. Immer wieder brachte er dabei Hartmannsgruber ins Spiel indem er zu leicht eröffnete und dafür einen "blinden" unhaltbaren Schuss kassierte (wobei bei einer Trefferquote von 75% schaut der Schuss nur "blind" aus ;D).

 Mit dem Zwischenstand von 4:3 liefen Gerd Kölbl und Willi Lippe zu ihren Spieltischen (Hier ist eine Unwahrheit versteckt). Am Papier ist das Straubinger Paarkreuz deutlich stärker und so wurden hier eigentlich keine Überraschungen erwartet. Gerd spielte konzentriert gegen Seidl, hatte zwar manchmal Probleme beim Abschluss mit dem Vorhandspin, konnten letztendlich jedoch relativ unbedrängt mit 3:0 gewinnen. Willi hingegen ließ es nochmal etwas spannender werden. Obwohl er wenig Probleme mit seinem Gegner hatte und beinahe bis zum Ende von Satz zwei das Spiel einseitig war, überraschte ihn eine Umstellung im Spiel von Deinzer. Dieser ging nach Willis Eröffnung sofort mehrere Meter hinter die Platte und versuchte den Ball nur noch im Spiel zu halten wobei er nach einigen Ballwechseln aus größerer Distanz Bayernligabälle unhaltbar versenkte. Der neue Spieleifer seines Gegners ließ Willi beinahe eine 8:2 Führung in Satz zwei verspielen und er musste beim Stand von 8:10 zwei Satzbälle abwehren. Zum Schluss setzte sich jedoch seine Routine durch und er gewann den Satz in der Verlängerung. Im letzten Satz war das Spiel nun viel offener mit guten Bällen auf beiden Seiten jedoch zum Schluss dem besseren Angriffsspiel auf Straubinger Seite. Mit dem 3:0 über Deinzer war der TTC SR mit 6:3 vorn und hatte bislang nicht gepatzt.

 Im anschließenden zweiten aufeinander treffen der Spitzenpaarkreuze beider Vereine konnte mit Glück der Sack zugemacht werden. Letztendlich bewahrheitete sich jedoch die Befürchtung, dass die Hegersberger Smazik/Rezab zu stark für die Straubinger waren. Nico konnte in seinem Spiel nicht so recht überzeugen, er hatte extreme Probleme den ersten Topsinn von Smazik in die nähe der Tischplatte zu bringen und verlegte sich früh aufs Angriffsspiel. Damit hatte er zum Erstaunen aller deutlichen Erfolg und machte Punkt um Punkt. Jedoch lief er i.d.R. immer einem Rückstand hinterher das Smazik seine zwei Aufschläge fast immer durchbrachte. Die Bälle die Nico dann doch returnieren konnte waren zwar äußerst gefährlich, Smazik ließ sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen, spielte einen Sicherheitsball dazwischen und griff danach sofort wieder perfekt an. Am Ende konnte ihm Nico keinen Satz abringen jedoch zwang er Smazik zwei mal in die Verlängerung. Nico fehlte das Quäntchen Sicherheit um die Aufschlag/Punkt Serien von Smazik in der Anfangsphase der Sätze zu unterbrechen. Am Nachbartisch lieferten Sich Ando und Rezab in der Zwischenzeit eine Nervenschlacht. Das Spiel hatte über lange Zeit das gleiche Muster. Rezab griff aus der Distanz mit extrem viel Spin an und falls Ando die ersten ein,zwei Bälle blocken konnte verschlug Rezab den sechsten oder siebten. Die Sätze gingen hin und her, die Entscheidung fiel dann in der Verlängerung des fünften. Nachdem beide Spieler kanten und Netzbälle in der Nachspielzeit ausgetauscht hatten und Matchbälle von beiden Seiten abgewehrt wurden, musste Ando am Ende doch die Niederlage schlucken und das schlechtere Ende in einem ausgeglichenen Spiel für sich verbuchen.

 Damit war der Vorsprung auf nur einen Zähler zusammengeschmolzen doch die Straubinger präsentierten sich auch weiterhin selbstbewusst. Uli Giesinger hatte gegen Schier nur einen Satz Probleme, konnte die anderen Sätze jedoch souverän gewinnen da er wenig Probleme hatte Spin freudig gegen Schiers Noppe zu spielen. Lukas Przybilla konnte im Gegenzug recht ungefährdet 3:0 gegen Hartmannsgruber gewinnen (Der eine Satz in der Verlängerung ins schon beinahe traditionell) und Gerd Kölbl beendete das Spiel indem er seinen Gegenüber Deinzer in Rekordtempo förmlich zerlegte. Gerd machte kauf Fehler und anstatt sich auf seine übliche Ballonabwehr zu verlassen Griff er prinzipiell alles an.

 Somit endete das Spiel mit 9:5 aus Straubinger -sicht und der TTC SR ist diese Woche, nachdem der TSV Ruhmannsfelden gegen Böbrach nur ein unentschieden raus spielen konnte, alleiniger Spitzenreiter der 2.Bez.Liga Ost. Nächsten Freitag geht es aus TTC Sicht in den Wald nach Kirchberg. Erfahrungsgemäß ist das sehr schweres Terrain für die Gäubodenstädtler.

TTC HENGERSBERG TTC STRAUBING
1 Libor Smazik 1 Nico Wiechert
2 Miroslav Rezab 2 Andreas Katheder
3 Bodo Schier 3 Ullrich Giesinger
4 Franz Hartmannsgruber 4 Lukas Przybilla
5 Peter Deinzer 5 Gerhard Kölbl
6 Michael Seidl 6 Wilfried Lippe
Doppel:
1 Libor Smazik / Miroslav Rezab 1 Lukas Przybilla / Wilfried Lippe
2 Bodo Schier / Franz Hartmannsgruber 2 Andreas Katheder / Ullrich Giesinger
3 Peter Deinzer / Michael Seidl 3 Nico Wiechert / Gerhard Kölbl
      Satz 1 Satz 2 Satz 3 Satz 4 Satz 5   Sätze Punkte
D1-D2  L.Smazik
 M.Rezab
 A.Katheder
 U.Giesinger
11:6 6:11 11:9 11:3     3:1 1:0
D2-D1  B.Schier
 F.Hartmannsgruber
 L.Przybilla
 W.Lippe
7:11 3:11 11:13       0:3 0:1
D3-D3  P.Deinzer
 M.Seidl
 N.Wiechert
 G.Kölbl
11:13 5:11 8:11       0:3 0:1
1-2  Libor Smazik  Andreas Katheder 11:8 11:7 11:6       3:0 1:0
2-1  Miroslav Rezab  Nico Wiechert 11:9 11:9 11:13 11:6     3:1 1:0
3-4  Bodo Schier  Lukas Przybilla 8:11 11:13 6:11       0:3 0:1
4-3  Franz Hartmannsgruber  Ullrich Giesinger 9:11 6:11 14:12 7:11     1:3 0:1
5-6  Peter Deinzer  Wilfried Lippe 8:11 10:12 7:11       0:3 0:1
6-5  Michael Seidl  Gerhard Kölbl 5:11 7:11 8:11       0:3 0:1
1-1  Libor Smazik  Nico Wiechert 11:7 12:10 13:11       3:0 1:0
2-2  Miroslav Rezab  Andreas Katheder 8:11 11:2 11:5 6:11 14:12   3:2 1:0
3-3  Bodo Schier  Ullrich Giesinger 5:11 12:10 4:11 6:11     1:3 0:1
4-4  Franz Hartmannsgruber  Lukas Przybilla 6:11 4:11 10:12       0:3 0:1
5-5  Peter Deinzer  Gerhard Kölbl 5:11 4:11 5:11       0:3 0:1
 
17:31
5:9
Kommentare  
0 #1 willi 2008-10-11 12:45
supi :grin :grin :grin :grin :grin
0 #2 Glückwunsch...Flo 2008-10-11 13:10
Glückwunsch, Jungs, starke Vorstellung! 8)
0 #3 Gerdigerd 2008-10-11 17:31
Danke Flo hat jedem ( ausser unseren vorderen Paarkreuz ) Spass gemacht. Gratulation auch an die blinden Tiger !! :grin :grin
0 #4 Ando Kate 2008-10-11 18:12
Mir hat es bis zum 10:9 im 5 Satz auch Spass gemacht. :zzz :zzz
Aber solange wir Vorne keine Punkte holen müssen, tun wir das auch nicht :x :x
Dies wird sich nächste Woche ändern
8)

PS: Das Essen nach dem Spiel war super und die Jungs aus Hengersberg sind echt spitze. :) :)
0 #5 mGJames 2008-10-11 18:25
wer soll diese \\\"wilden Kerle\\\" stoppen?
Tolle r, manchmal etwas \\\"blumiger\\\ " Bericht ...
Glückwunsc h
0 #6 willi 2008-10-11 18:44
super-bericht, jean-luc :grin :grin :grin :grin

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