TTC Straubing TTC Wallersdorf 8:8

Weiterhin ist die 1. Herren an der Tabellenspitze. Das im Vorfeld vermutete Untentschieden gegen den Tabellenzweiten ändert daran nichts, schadet aber auch keiner der beiden Mannschaften.

Herren I 2015/16

Der vergange Samstag brachte das erwartet spannende Spitzenduell der aktuell führenden Straubinger mit dem aktuellen zweitplatzierten aus Wallersdorf. Nachdem die letzten drei Spiele für die TTCler eher ein Aufwärmprogramm darstellten und die Pflichtsiege dementsprechend deutlich ausfielen war jedem bewusst das das Spiel gegen die Wallersdorfer eng wird.

In der Vorrunde konnte man nicht doppelt Punkten, obwohl die Vorzeichen nach einer 8:4 Führung gut standen. Auch diesmal reichte eine 6:4 Führung nicht, denn am Ende musste auch das Unentschieden noch verteidigt werden.

Nun zum Spiel. Beide Mannschaften liefen in Bestbesetzung auf, das bedeutet bei den Straubingern dass Markus, nach langer Verletzungspause, sein erstes Heimspiel bestritt. Somit waren nominell beide Mannschaften stärker als in der Vorrunde. Bei Wallersdorf fehlte damals die aktuelle Nr. 4 (Zizler). Markus lief dann sogleich auch im ersten Doppel mit Mortl auf und sie hatten es mit Kiermeier/Grajczyk zu tun. Gleich zu Anfang sah es da aber für die TTCler nicht gut aus. Zwar spielte man gut mit, hatte aber dauernd das Gefühl das hier die Gegner das Spiel bestimmten. Den zweiten Satz konnte man holen, die restlichen Sätze nur reagieren denn selbst die Straubinger Angriffsbälle brachten Markus und Mortl mehr in Bedrängnis als dass sie ihre Gegner unter Druck setzen konnten. Das sah bei Peter und Simon gegen Holrotter/Neumann am Nebentisch ganz anders aus. Beide Wallersdorfer spielten kompromisslos auf Angriff, kamen aber nicht durch. Die Zuschauer bekamen ein Klasse Spiel zu sehen bei dem kurze Ballwechsel eher die Ausnahme blieben. Nur im zweiten Satz waren schnelle Punkte drin, da hatten die Straubinger Schwierigkeiten mit der Eröffnung. Waren diese Überwunden und der Ball drei, viermal übers Netz, war der Punkt für den TTC fast schon sicher und am Ende stand es 3:1 für die Heimmannschaft.

Das dreier Doppel mit Nico und Lukas spielten in Folge gegen Zizler/Pollinger. Dieses Spiel war dann auch kürzer und bei weitem nicht so sehenswert. Die Straubinger lebten eher davon dass sie ihre Gegner zu frühen Fehlern zwangen und hielten meist einen komfortablen Vorsprung. Am Ende stand es 3:0 und der TTC war wie erhofft in Führung.

Im nächsten Spiel, Peter gegen Kiermeier, hatte man dann sogleich Hoffnung die Führung ausbauen zu können. Doch Peter kam nicht so leicht ins Spiel, Kiermeier eröffnete hier zu schnell und hart. Nur im dritten Satz konnte der Straubinger Spitzenspieler etwas Druck aufbauen mehr der Konter/Schussduelle für sich entscheiden und seinen Gegner zu Fehlern zwingen, für einen weiteren Satz reichte es aber nicht mehr. Markus lieferte am Nebentisch gegen Hollrotter ebenfalls ein spannendes Spiel. Beide Spieler spielten Kompromisslos auf Angriff wobei Markus noch eher dran war aus der Abwehr den Ballwechsel zu seinen Gunsten zu drehen. Bei Hollrotter kam der Block seltener, aber wenn, dann erwischte er den Straubinger meist komplett auf dem falschen Fuß. Die Sätze waren umkämpft, aber als der dritte Satz an die Gäste in der Verlängerung fiel bekam der Wallersdorfer Aufwind und holte sich dann auch den vierten. Damit war im Spiel wieder der Gleichstand hergestellt.

Nico startete gegen Zizler, kam im ersten Satz noch nicht richtig ins Spiel, holte sich dann aber die folgenden drei. Meist returnierte er den ersten Angriffsball seines Gegners und auf den folgenden Sicherheitsball konnte er mit seiner gefürchteten Rückhand verwandeln. Lukas verschlief in seinem Spiel gegen Neumann nicht nur den ersten, sondern auch die ersten beiden Sätze. Zwar sahen die Ballwechsel recht offen aus, den Punkt machte aber nur der Wallersdorfer. Ab Satz drei spielte der Straubinger dann etwas riskanter und versuchte den Punkt im Ballwechsel früher zu machen, dies klappte überraschend gut und es folgte der Satzausgleich. Im letzten Satz konnte Lukas noch einen Rückstand kurz vor Ende egalisieren, spielte jedoch in der Endphase zu viele Sicherheitsbälle auf die sein Gegner keine Fehler machte und den Punkt für die Wallersdorfer holte.

Im hinteren Paarkreuz konnten die Straubinger sich dann endlich Absetzen. Martin gewann überraschend deutlich 3:0 gegen Grajczyk, nur im ersten Satz gabs die Verlängerung, die Motivation aus dem knappen Satzgewinn konnte der Straubinger danach stark verwerten. In der Vorrunde hatte er noch Probleme mit den Aufschlägen, diesmal behielt er die Nerven. Simons Nerven am Nebentisch waren dagegen kaum gefordert. Er spielte unglaublich sicher und Pollinger konnte nur mit sehr riskanten Bällen überhaupt den Punkt machen. Diese Sicherheit zahlte sich aus und alle drei Sätze gingen an den Straubinger.

 Im zweiten Durchgang startete Peter gegen Hollrotter. In der Vorrunde musste er noch eine denkbar knappe Niederlage eingestehen, diesmal machte er es aber besser und brachte seinem Gegner die erste Niederlage der Rückrunde bei. Peter war vor allem beim Block immer da und ließ seinen Gegner laufen und zusehen wie die schnellsten Bälle doch noch irgendwie returniert wurden. Das Spiel war auf jeden Fall was für die Galerie, Peter behielt jedoch drei Sätze lang durchgehend die nötige Sicherheit die er sich aber zuerst im ersten Satz überhaupt mal aneignen musste.

Auch das zweite Spiel im vorderen Paarkreuz bot was für die Galerie. Das Spiel zwischen Markus und Kiermeier war auf höchstem Niveau und bei Spieler zeigten großartiges Angriffsspiel. Selten war ein Punkt nach nur einem Angriffsball beendet, fast immer waren mehrere von Nöten und die mussten nicht zwingend Einseitig sein. Beide Spieler konnten den Topspin vom Gegner auch aus der Langdistanz noch mit Spin returnieren und die Ballwechsel waren heiß umkämpft. Am Ende siegt der Wallersdorfer und der Straubinger Vorsprung schmolz wieder auf ein 6:5.

Im mittleren Paarkreuz sollte nun mindestens eine Punkteteilung erreicht werden. Nico war gegen Neumann zwar phasenweise auf verlorenem Posten, jedoch kam er immer wieder zurück und zwang seinen Gegner zu Fehlern. Das Spiel war nach dem Vorstellung des vorderen Paarkreuzes fast schon schnell zu nennen, trotzdem ging es über die volle Distanz. Nico konnte zwar oft genug den Fehler forcieren, im letzten Satz jedoch nicht genügend eigene Punkte machen so daß ein etwas sicherer Gegner nicht doch die 11 Punkte holte. Das nächste Spiel war das von Lukas gegen Zizler und auch hier verschlief der Straubinger die ersten beiden Sätze. Zwar waren auch gute Ballwechsel dabei, die Punkte die der TTCler sich aber mühsam erarbeitete, die verlor er sehr schnell durch eine gute Aktion seines Gegners auf die er gar nicht vorbereitet war. Zusätzlich haderte Lukas noch mit seiner Aufschlagannahme, die in Satz drei und vier etwas besser wurde. Hier verschlug aber Zizler auch mehr Bälle und so kam der Ausgleich zustande. Im letzten Satz konnte der Straubinger zwar wieder einen hohen Rückstand Aufholen, am Ende gab es dann aber zu viele eigene Fehler und Wallersdorf ging an diesem Abend kurz vor Schluss mit 7:6 in Führung.

Mortl musste es nun gegen Pollinger richten, die kleine Chance auf den Sieg war noch da. Doch der Straubinger kam mit dem sicheren Spiel seines Gegners nicht zurecht. Wie im Spiel gegen Simon gab es wieder eine Seite die sehr kontrolliert die Bälle verteilte und in der Abwehr stark war. Diesmal war das jedoch der Wallersdorfer und Mortl haderte mit sich als er zuviele Punkte im Block liegen ließ. Den zweiten Satz holte er sich noch, die anderen musste er aber dem Gegner überlassen.

Gott sei dank hatten die Gastgeber dann noch Simon im letzten Einzel der dann kurz und schmerzlos vorführte wie man gewinnt und in seinem Spiel gegen Grajczyk nichts anbrennen ließ. Das Abschlussdoppel der Straubinger ließ sich davon Motivieren, Markus und Mortl spielten nämlich deutlich besser als im ersten Doppel des Tages. Anstatt wie im ersten Doppel noch gute Bälle spielen zu wollen, war diesmal der Punkt das Hauptziel und der Angriff kompromissloser. Hollrotter/Neumann ließen die Straubinger aber auch mitspielen indem sie nicht gleich volles Risiko nach dem Aufschlag gingen sondern einfach nur gut platzierten. Bei den Ballwechseln die entstanden waren einige der besten des Abends und die Sätze fielen abwechselnd auf die Seite der Gäste und Gastgeber. Als die Straubinger dann auch im fünften, wo sie eigentlich schlecht standen, mit 5:2 in Führung gingen rechneten alle bereits mit der Sensation. Nach dem Wechsel punkteten die Straubinger dann auch fleißig weiter und holten sich das Spiel und damit den ersten Sieg im Abschlussdoppel dieser Saison.

 Mit 8:8 können beide Mannschaften leben, ein Sieg wäre hier vielleicht ungerecht wenn auch die Spieler den einen oder anderen Vorteil liegen gelassen haben. Die Straubinger waren am Schluss deutlich besser bei den Sätzen, sie verloren zu viele der fünf Satz Spiele. Die Wallersdorfer hatten im Abschlussdoppel die besseren Karten, sie hatten den einen Punkte schon sicher.

Nach diesem Spiel wird die Tabellensituation nicht klarer, die Liga aber vielleicht noch spannender.

Spielbericht

 TTC StraubingTTC Wallersdorf1. Satz2. Satz3. Satz4. Satz5. SatzSätzeSpiele
D1-D2 Blabl, Markus
Wanninger, Martin
Kiermeier, Tobias
Grajczyk, Andreas
4:11   11:8   4:11   9:11     1:3   0:1  
D2-D1 Kricke, Peter
Gold, Simon
Hollrotter, Josef
Neumann, Tobias
11:5   4:11   11:7   11:5     3:1   1:0  
D3-D3 Wiechert, Nico
Przybilla, Lukas
Zizler, Eduard
Pollinger, Christoph
11:8   11:8   12:10       3:0   1:0  
 
1-2 Kricke, Peter Kiermeier, Tobias 8:11   9:11   11:5   9:11     1:3   0:1  
2-1 Blabl, Markus Hollrotter, Josef 12:10   8:11   13:15   7:11     1:3   0:1  
3-4 Wiechert, Nico Zizler, Eduard 9:11   12:10   11:6   11:4     3:1   1:0  
4-3 Przybilla, Lukas Neumann, Tobias 8:11   4:11   11:4   14:12   10:12   2:3   0:1  
5-6 Wanninger, Martin Grajczyk, Andreas 14:12   11:9   11:4       3:0   1:0  
6-5 Gold, Simon Pollinger, Christoph 11:7   11:9   11:4       3:0   1:0  
1-1 Kricke, Peter Hollrotter, Josef 4:11   11:6   13:11   11:8     3:1   1:0  
2-2 Blabl, Markus Kiermeier, Tobias 11:8   7:11   12:14   11:8   8:11   2:3   0:1  
3-3 Wiechert, Nico Neumann, Tobias 6:11   12:10   6:11   11:9   7:11   2:3   0:1  
4-4 Przybilla, Lukas Zizler, Eduard 7:11   6:11   11:9   11:8   9:11   2:3   0:1  
5-5 Wanninger, Martin Pollinger, Christoph 6:11   8:11   11:8   7:11     1:3   0:1  
6-6 Gold, Simon Grajczyk, Andreas 11:5   11:5   11:4       3:0   1:0  
 
D1-D1 Blabl, Markus
Wanninger, Martin
Hollrotter, Josef
Neumann, Tobias
8:11   11:7   9:11   11:8   11:6   3:2   1:0  
  Bälle: 624:594   36:29 8:8
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